Arbeitszeugnis Note 2 gut oder schlecht

Was bedeutet die Note „gut“ – Durchschnitt oder besondere Leistung?

Ein exzellentes Arbeitszeugnis ist natürlich für die meisten Arbeitnehmer das große Ziel. Doch dafür müssen überdurchschnittliche Leistungen gebracht werden und die Formulierungen unterliegen ebenfalls sehr strengen Punkten. Papier ist eben nicht immer geduldig. Viele Vorgesetzte machen es ihren Angestellten außerdem nicht immer leicht.

Rückt dadurch das begehrte Arbeitszeugnis, welches als magischer Türöffner gilt, in ungreifbare Ferne? Im Streitfall müssen Arbeitnehmer beweisen, dass sie die überdurchschnittlichen Leistungen erbracht haben. Mit der genauen Definition von „sehr gut“ und „gut“ befasste sich bereits das Arbeitsgericht.

Gut ist das neue befriedigend

Leider entsprechen die Formulierungen nicht immer der Realität. Eine Klassifizierung mit „gut“ muss vom Arbeitgeber vorgenommen werden. Dies entspricht wahrheitsgemäß der Schulnote „3“. Ansonsten müsste es folgend lauten: Zur vollen Zufriedenheit.

Dieser Fakt erhitzt seit längerer Zeit immer wieder die Gemüter. Verschiedene Klagen gingen ein und es folgten Rechtsstreite. Wer hat Recht, wer steht in der Beweispflicht? Derzeitig ist es so, dass die Note „2“ nicht mehr zu den überdurchschnittlichen Bewertungen zählt.

Arbeitszeugnis Note 2 gut oder schlecht – Weder noch!

Inzwischen ist die Note „2“ in mehr als 80 Prozent der Zeugnissen vertreten. So können Sie sich sicher sein, dass es schlicht um eine durchschnittliche Bewertung handelt. Ihre Arbeiten sind nicht besonders schlecht, aber auch nicht besonders toll ausgeführt worden. Eine Verschiebung ins positive ist ebenso möglich, wie der Abrutsch in eine schlechtere Position.

Dennoch stellen sich in der Gegenwart immer wieder viele Personen diese eine, entscheidende Frage: Arbeitszeugnis Note 2 gut oder schlecht? Die Verhandlungen dauern an und man darf gespannt sein, wie sich die Situation weiterentwickelt. Eine Veränderung der geltenden Bestimmungen ist natürlich immer möglich.

Die Streitigkeiten ums Arbeitszeugnis enden nicht

Jeder hat ein Recht auf sein Arbeitszeugnis, allerdings verstreicht dieser Anspruch nach einer Frist von sechs Monaten. Auch bei Änderungsfristen sollten Sie möglichst schnell sein. Ansonsten ist eine Anhörung zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Die objektive Beurteilung steht natürlich im Vordergrund. Aber auch subjektive Eindrücke fließen ein und entscheiden letztlich über die entsprechende Note. Diese ist für den weiteren Lebensweg durchaus wichtig. Denn in der heutigen Zeit wird wieder verstärkt auf das Arbeitszeugnis geachtet. Der Arbeitnehmer ist laut Gesetz stets zum sogenannten „Wohlwollen“ verpflichtet. Dieser Fakt kann mitunter zu einen echten Herausforderung werden.

Bei nicht erbrachten Leistungen oder Vorfällen im Betrieb muss dennoch eine positive Bewertung abgegeben werden. Da fragen sich nicht selten andere Kollegen, die stets wirklich gut gearbeitet haben: Ist mein Arbeitszeugnis Note 2 gut oder schlecht?

Versteckte Formulierungen bringen noch mehr Durcheinander

Arbeitszeugnisse sind und bleiben eine knifflige Angelegenheit. Eine zu gute Bewertung (1*) wirkt schnell übertrieben. Obwohl eigentlich sämtliche Tätigkeiten im höchsten Maß zufrieden stellend erledigt sind, nehmen viele Arbeitnehmer von dererlei Beurteilungen Abstand. Beschönigungen und „Vitamin B“ werden vermutet und dem unlauteren Wettbewerb soll Einhalt geboten werden.

Dennoch gibt es auch zahlreiche versteckte Formulierungen, welche äußerst negativ zu werten sind: „Bemühte sich“ bedeutet übersetzt die Note „6“. Das reine Bemühen wird als Selbstverständlichkeit betrachtet und wirkt inkompetent. Andere Begriffe wie „gesellig sein“ können sowohl positiv als auch negativ sein. Somit ist die Bewertung auch immer vom aktuellen Tätigkeitsumfeld abhängig.

Der kritische Blick hilft aber definitiv weiter. Was trifft nun letztlich zu: Ist das Arbeitszeugnis Note 2 gut oder schlecht? Wie auch immer es ausgelegt wird, eine durchaus akzeptable Leistung ist es allemal, welche die meisten Arbeitnehmer erzielen.