Scheidung und deren Folgen unter der Lupe

Was ist bei der Ehescheidung zu beachten

Eine Scheidung ist das wohl einschneidenste Erlebnis im Leben der meisten Menschen. Man geht den Bund der Ehe doch meist in der Erwartung ein, dass diese auch Krisen überdauert und eine Verbindung in die Ewigkeit ist. Nicht umsonst erfreut sich der Spruch „bis das der Tod euch scheidet“ in der westlichen Welt nach wie vor großer Beliebtheit.

Dennoch gehört die Scheidung zur Lebenswirklichkeit in München. Über die Hälfte aller Ehen werden mit Hilfe von Anwälten und Richtern geschieden. Längst ist die Scheidung zwar ein Thema über das im Freundeskreis viel gesprochen und diskutiert wird, das aber nicht mehr ein soziales Stigma besitzt, wie noch vor einigen Jahrzehnten.

Was regelt das Familienrecht in München?

Das Familienrecht ist laut http://www.familienrechtbamberg.com/ ein Teil des Bürgerlichen Gesetzbuches, welches neben vielen anderen Bereichen die Ehevoraussetzungen regelt, wie auch deren Beendigung. Dem Umstand Rechnung tragend, dass die Ehe eine wichtige Bindung mit weitreichenden Folgen ist und dass diese sogar grundgesetzlich geschützt ist, kann man sich nicht einfach mal eben scheiden lassen. Dieser Schritt will überlegt sein.

Wie also setzt der Gesetzgeber diesen Überhastungsschutz um? Der Gesetzgeber regelt im BGB, dass für eine Scheidung die Scheidungsvoraussetzungen vorliegen müssen

  • Scheidungsantrag
  • Abgelaufenes Trennungsjahr
  • Anwaltliche Vertretung vor Gericht

Was regelt das Trennungsjahr?

Es soll gerade verhindert werden, dass nach einer kleinen Krise oder auch nur einem kleinen Streit sofort das scharfe Schwert der Scheidung ausgepackt wird. Die Scheidung soll nur dann eine ultima ratio darstellen, wenn die Ehe so zerrüttet ist, dass sie nicht mehr gerettet werden kann.

Wie aber stellt man fest, ob eine Ehe unwiderruflich zerrüttet ist? Dies ist sehr schwierig für die Eheleute selbst. Erst recht ist dies schwierig für einen Richter am Familiengericht, welcher keinen Einblick in die persönlichen Verhältnisse hat. Hier dient das Trennungsjahr als eine unwiderlegliche Vermutung für die Zerrüttung der Ehe.

Was ist nach dem Trennungsjahr zu tun

Nach dem Trennungsjahr besteht die Vermutung der Zerrüttung, das heisst, dass ab diesem Zeitpunkt der Scheidungsantrag gestellt werden kann und damit in das familiengerichtliche Verfahren eingetreten werden kann. An dessen Ende steht dann die Ehescheidung.

Wichtig ist, dass das Amtsgericht als Familiengericht für die Ehescheidung zuständig ist. Ausnahmsweise gilt hier jedoch ein Anwaltszwang. Das heisst, dass man nur postulationsfähig ist, wenn man anwaltlich vertreten ist. Andernfalls hört der Richter einen nicht mit seinen rechtlichen Argumenten und es kann sogar ein Versäumnisurteil ergehen.

Wie wird die Ehe konkret geschieden

Besonderheit nach dem FamFG ist, dass die Ehe nicht durch ein Urteil geschieden wird sondern durch einen Beschluss. Der Scheidungsbeschluss ergeht entweder nachdem alle wesentlichen Fragen einer Scheidung und deren Folgesachen abgehandelt sind oder wenn die Ehescheidung von den Folgesachen abgetrennt wurde.

Nachdem der Scheidungsbeschluss ergangen ist und auch zugestellt wurde, sind alle Außenwirkungen der Ehe vorbei. Übrig bleibt lediglich eine nacheheliche Rücksichtnahmepflicht. Auch nach der Ehe dürfen sich die geschiedenen Eheleute nicht aktiv schaden sondern müssen sich auch weiterhin unterstützen.

Fazit:

Eine Ehescheidung ist niemals eine frohe Periode im Leben. Mit Hilfe einer anwaltlichen Unterstützung kann aber die rechtliche Seite gut abgehandelt werden. So kann der Prozess relativ schnell und effektiv zu Ende gebracht werden.